Oh, wie schön ist Panama. Große Musicalaufführung im kath. Kindergarten Oberpleis.

1, 2, 3 oder 4 Jahre Kindergarten sind nun vorbei…. So begrüßten die 27 Schlauen Füchse des katholischen Kindergartens St. Pankratius ihre Gäste.

Die Schlauen Füchse, das sind die aktuellen Vorschulkinder der Einrichtung, führen alljährlich ein großartiges Musical auf. In diesem Jahr spielten sie vor der selbst gestalteten Kulisse „Oh, wie schön ist Panama”, nach dem gleichnamigen Buch von Janosch.

Bär und Tiger                                                       Foto: Alois Fenneker

Die beiden Freunde, der kleine Bär (Anjali Joseph) und der kleine Tiger (Pia Kurenbach),  haben ein wunderschönes Leben. Gemeinsam wohnen Sie in einem gemütlichen Haus direkt am Fluss. Täglich gehen der Bär zum Angeln und der Tiger zum Pilze sammeln. Eines Tages findet der kleine Bär beim Angeln eine Holzkiste mit der Aufschrift PANAMA. Er beschnuppert die Kiste und stellt fest, dass sie herrlich nach Bananen duftet. Sofort läuft er zu seinem Freund und sie schwärmen bis in die späte Nacht hinein, wie schön Panama wohl sein muss. Von oben bis unten und von rechts bis links duftet es dort nach Bananen.

Die beiden Freunde machen sich auf die Suche nach Panama. Sie träumen von einem fremden Land, im dem alles besser zu sein scheint. Unterwegs treffen sie auf zwei Mäuse (Tim Hüsken, Erik Binder) und erzählen ihnen von dem fernen Land. Die Mäuse sind erstaunt, dass es ein Land geben soll, das größer ist als ihr Mauseloch. Die beiden Freunde reisen weiter und weiter, bis sie einen Fuchs (Clara Behr) treffen, der gerade seinen Geburtstag mit einer Gans feiert. Sie fragen ihn nach dem Weg. Da der Fuchs nicht gestört werden möchte, schickt er sie ohne großes Überlegen nach links. Sie gehen nach links und treffen dort auf die Kuh (Clemens Wüst). Auch sie schickt die beiden weiter nach links, da rechts der Bauer lebt und dort auf keinen Fall Panama sein kann.

Alle Tiere                                          Foto: Alois Fenneker

Leider haben Fuchs und Kuh die falsche Richtung genannt. Denn wenn man immer nach links geht kommt man irgendwann wieder dahin wo man hergekommen ist.

Auf ihrem Weg begegnen Sie einem Hasen (Kai Gideon) und einem Igel (Lara Inderfurth). Diese kommen gerade von Ihrer Arbeit auf dem Feld zurück. Sie laden Bär und Tiger ein, die Nacht bei ihnen zu verbringen. Die Freunde verbringen eine tolle Zeit bei ihren Gastgebern. Dürfen sie doch den ganzen Abend auf dem gemütlichen Sofa sitzen. Sie planen, sich auch so ein tolles Sofa zu kaufen, wenn sie Panama erreicht haben. Sie erzählen ihren neuen Freunden die ganze Nacht von Panama, dem Land wo alles besser ist. Bisher war das Feld von Hase und Igel, auf dem sie ihr Gemüse ernten, immer das Traumland. Aber auch sie träumen von nun an von Panama.

Am nächsten Morgen verabschieden sich Bär und Tiger von ihren neuen Freunden. Sie treffen auf ihrem weiteren Weg eine Krähe (Laura Hinterkeuser). „Vögel sind nicht dumm”, denkt der

Bär und fragt den Vogel nach dem Weg in ihr Traumland. Der Vogel lädt die Freunde ein, mitzufliegen. Sie schwingen bzw. klettern auf einen Ast. Vom Baum aus sehen die Tiere ein wunderschönes Land. Dabei wissen sie nicht, dass sie ihr eigenes Land, den Fluss und ihr heimeliges Haus sehen. Bisher sahen sie es nur noch nicht aus dieser Perspektive.

Nun haben die beiden Freunde es sehr eilig zum Fluss zu kommen. Der Bär kennt den Weg und lädt den Tiger ein, ihm zu folgen. Als sie den Fluss entlang laufen, entdecken sie im Gras ein umgekipptes Schild. Sie lesen darauf PANAMA…. Endlich sind sie in ihrem Land der Träume und tanzen einen Freudentanz.

Nach dem großen Freudenfest erkunden sie die Umgebung und finden das schönste Haus von der ganzen Welt. Sie beschließen dort zu wohnen und sind rundum glücklich. Bald ist alles wie früher. Der Bär geht Angeln, der Tiger sammelt Pilze. Nur ist es noch ein bisschen schöner, denn die beiden haben sich ein weiches Sofa aus Plüsch gekauft. Der Bär sagt jeden Tag zum Tiger: „Oh Tiger! Wie gut ist es, dass wir Panama gefunden haben.”. Der Tiger sagt: „Ja. Das Land unserer Träume. Da brauchen wir nie, nie wieder weg.”

Wer sich jetzt fragt: „Warum haben sie überhaupt die lange Reise gemacht, wenn sie doch wieder zu Hause sind?”, dem sei gesagt: „Ohne den langen Weg hätten sie weder die Mäuse, den Fuchs, die Kuh noch die Krähe getroffen. Und sie wären niemals dem Hasen und dem Igel begegnet und hätten somit nicht erfahren, wie gemütlich so ein Plüschsofa ist!”

Musikalisch untermalt wurde die Aufführung von einem 18 köpfigen Chor und 8 reizenden Tänzerinnen.

Stürmischer Applaus war den 27 Künstlern nach ihren beeindruckenden Aufführungen sicher.

Cathy Höwer