Kurzkonzept U3-Kinder

Aufnahme:

Durchführung eines Aufnahmegespräches mit den Eltern nach persönlicher Terminvereinbarung. Inhalte dieses Gespräches sind:

  • Klärung und Regelung aller formalen Aspekte, analog der Aufnahme von Kindern im Kindergartenalter (Vertrag, Vorsorgeheft, Einverständniserklärung, Belehrung gem. Infektionsschutz etc.)
  • Erhebung relevanter Daten im Gespräch: Daten des Kindes, Sauberkeitserziehung, Ess- und Schlafgewohnheiten des Kindes, generell der Tagesrhythmus
  • Erläuterung der pädagogischen Arbeit inklusive eines Tagesablaufes
  • Gespräch und Abstimmungen über den Eingewöhnungszeitraum
  • Einladung zu einem ersten gemeinsamen Treffen mit den neuen U3 Kindern, deren Eltern und den Erzieherinnen dieser Gruppe zum Austausch und Kennenlernen
  • Eine Führung durch die Einrichtung findet bereits bei der Anmeldung der Kinder statt, hierbei äußern die Eltern auch die gewünschte Betreuungszeit

Eingewöhnungszeit:

Die Eingewöhnung findet zunächst stundenweise in Anwesenheit von Mutter/Vater oder einer dem Kind vertrauten Bezugsperson statt. In dieser Zeit wird sich die Erzieherin ganz langsam dem neuen Kind nähern und über Spielangebote die ersten Kontakte aufbauen. Erst im zweiten Schritt erfolgen erste Trennungsversuche. Mit den Eltern werden verbindliche Abholzeiten vereinbart.

Während der Eingewöhnungszeit steht die Erzieherin im ständigen Austausch mit den Eltern. Die Begrüßung durch die Erzieherin ist von großer Bedeutung. Hierbei sollte ihre Aufmerksamkeit immer auf das Kind gerichtet sein.

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind den Vormittag in der Gruppe ohne seine familiäre Bezugsperson verbringen kann.

Rituale:

Rituale haben eine sehr große Bedeutung im Kindergartenalltag. Sie fördern das Gefühl der Zugehörigkeit, z. B. über Begrüßung- und Abschiedsrituale, beim Frühstück und Mittagessen, bei gruppeninternen Spiel- und Singkreisen.

Es ist sehr wichtig, das in der ersten Zeit die Kontinuität gesichert ist, damit sich das Kind auf die neue Situation und die neuen Personen einstellen kann. Hierzu braucht es Zeit, Geduld, Verständnis und die Unterstützung durch die Eltern. Ein Zeichen für eine gelungene Eingewöhnung ist, wenn sich das traurige oder weinende Kind von der Erzieherin trösten lässt.

Sauberkeitserziehung:

  • Unser Wickelbereich befindet sich in einem separaten Raum (mit Dusche und Toilette).
  • Wickelzeiten orientieren sich am individuellen Rhythmus der Blasen- und Darmentleerung des Kindes. Die Erzieherin nutzt diese Alltagssituation um in Ruhe die Beziehung zum Kind zu intensivieren.
  • Es erfolgt eine tägliche Info an die Eltern (z.B. über Stuhlgang)
  • Der Weg zum „trocken“ werden wird durch das Vorbildverhalten der älteren Kinder unterstützt und gefördert.

Wickelraum

 

Tagesablauf:

Der Gruppenalltag beginnt zwischen 7:30 Uhr – 9:00 Uhr mit der Begrüßung des einzelnen Kindes durch die Erzieherin. Der Vormittag gestaltet sich dann sehr unterschiedlich, da die Kinder eigenständig entscheiden mit wem oder was sie sich beschäftigen möchten. Verschiedene Angebote sind z. B.

  • Malen, Schneiden, Kleben, Basteln, Kneten
  • Bewegungsangebote
  • Musikalische Früherziehung
  • Bauen und Gestalten
  • Bilderbücher anschauen
  • Freies Spielen
  • Geburtstag feiern
  • Experimentieren
  • Im Rollenspiel z.B. erste häusliche Lebenssituationen nachspielen
  • Materialien zum Ein- und Ausräumen, zum Hochheben, Tragen, Rollen, Ziehen, Verstecken und Wiederfinden etc. stehen als Didaktisches-, Natur- und Alltagsmaterial zur Verfügung

Die Kinder haben die Möglichkeit, bei jedem Wetter nach draußen zu gehen um ihre Erfahrungen auf unserem großen Außengelände zu machen. In Planung ist ein gut überschaubarer Rückzugsbereich für die jungen Kinder. Auch eine große Turnhalle und die Flure bieten Möglichkeiten zum Spielen und zur Bewegung. Das Spielmaterial im Gruppenraum ist so angeordnet, das die älteren Kinder im oberen Bereich und in einem separaten Schrank mit Türen die Materialien finden. Alle anderen Materialien stehen so, dass alle Kinder sie gut erreichen können. In der Frühstückszeit zwischen 8:00 – 10:30 Uhr können die Kinder selber entscheiden wann sie frühstücken möchten. Wir legen Wert auf eine ausgewogene Ernährung und suchen hier auch das Gespräch mit den Eltern. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten brauchen die Kinder die Nähe der Erzieherin, die sie zum Essen motiviert,anleitet und beim Erzählen zuhört. Hier, wie auch beim warmen Mittagessen, gilt das Prinzip von Maria Montessori: „Zeig mir wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es alleine tun“. Außerdem achten wir auf eine gemütliche Atmosphäre, sowie auf einen ansprechend liebevoll gedeckten Tisch. IMG_4731Altersgemäße Angebote, wie Fingerspiele, Bilderbücher anschauen, gemeinsam mit einem Erwachsenen spielen, sich bewegen, klettern und anderen Dingen ausprobieren nehmen auch einen Teil des Tages in Anspruch. Bei der Pflege der Kinder gehört auch das Waschen und Abtrocknen von Händen und Gesicht dazu, sowie der Toilettengang. In dem gesamten Alltag sind Möglichkeiten für Ruhephasen gegeben. Die Kinder brauchen nach einer Zeit der Bewegung und des Spielens Ruhepausen, um wieder neue Kräfte zu sammeln. Der Nebenraum wird dazu genutzt. Angrenzend an die Gruppenräume befindet sich der Schlaf- und Ruheraum für die Kinder.

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Im Abschlusskreis am Ende des Vormittags werden Kreisspiele, Lieder und andere Angebote gemacht. Bei schönem Wetter beenden wir den Vormittag mit dem Spiel auf dem Außengelände. Für die Kinder, die den ganzen Tag, bzw. bis 14:00 Uhr bei uns sind, gibt es um 12:30 Uhr ein warmes Mittagessen. Ruhezeit: 13:00 – 14:00 Uhr (Mittagsschlaf endet um 14:30 Uhr, kein Schlafzwang)

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Spielpartner in der Gruppe:

  • Für diese Altersstufe sind vorrangig das Spiel zu zweit oder Angebote in der Kleingruppe angemessen. Sie werden langsam an Angebote in der Großgruppe herangeführt, das heißt sie nehmen auch nicht automatisch von Beginn an allen Morgenrunden oder Abschlusskreisen teil.
  • Kleineren Kindern soll auch durch „Beobachten“ Gelegenheit gegeben werden, an den unterschiedlichen Geschehnissen und Abläufen in der Gruppe teilzunehmen.

Rolle der Erzieherin: Um die Kinder individuelle fördern zu können, bedarf es einer gezielten Beobachtung. Die Erzieherin hat die Aufgabe, durch ihre fachliche und persönliche Kompetenz eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich die Kinder wohlfühlen und in der sie sich gefahrenlos bewegen können. Sie muss eine liebevolle Ansprechpartnerin sein und den Kindern Respekt entgegenbringen, damit sich ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann. Elternarbeit: Eltern sind uns willkommen! Eltern sind unsere direkten Ansprechpartner wenn es darum geht optimale Entwicklungsbedingungen für ihr Kind zu schaffen. Wichtige Elemente einer gelungenen Elternarbeit sind:

  • Entwicklung einer Vertrauensbasis, die auch Raum lässt für wechselseitige Nachfragen und konstruktive Kritik
  • Informationsaustausch zwischen Eltern und Erziehern
  • Mitarbeit der Eltern im Alltag des Familienzentrums
  • Regelmäßige Elternabende und/oder –Nachmittage
  • Regelmäßige Elterngespräche
  • Beratung bei Bedarf
  • Gemeinsame Feste

Qualifizierung der Mitarbeiterinnen: Die Mitarbeiterinnen haben sich intensiv auf die neue Aufgabenstellung vorbereitet durch:

  • Fortbildungen und Teilnahmen an Fachtagungen, Leiterkonferenzen zur Thematik
  • Regelmäßige Teambesprechungen zur Festlegung von pädagogischen Standards für die U3 Betreuung
  • Hospitationen in Einrichtungen, die bereits Gruppen mit Kindern unter § Jahren führen und kollegiale Beratung
  • Literatur zum Thema
  • Videofilme (z.B. Berliner Eingewöhnungsmodell)

Wir betrachten die Qualifizierung nicht als abgeschlossen. Auf der Basis eigener gesammelter Praxiserfahrungen werden weitere Qualifizierungsmaßnahmen geplant werden.

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